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Lesung: Heimat, Tod, Flucht, Exil

Syrische Geschichten gelesen von Ramy Al-Asheq

Lesung und Gespräch mit Ramy Al Asheq

„Seit ich nicht gestorben bin, bin ich eine Maus und aufgebrochen, um die gewonnene Zeit zu zernagen und jede Ecke in eine Fläche zu verwandeln. Ich schäle die Einbände der Bücher ab und sitze in der Falle der Angst. Ich irre zwischen den Säulen alter Kirchen umher und suche nach einem Gesicht, das ich kenne und das noch nicht vergessen ist.“ (Ramy Al-Asheq, „Seit ich nicht gestorben bin“)

Ramy Al Asheq ist ein syrisch-palästinensischer Lyriker, Schriftsteller und Journalist. Er beteiligte sich an der Revolution in Syrien, berichtete über die Demos gegen Assad. Er wurde verhaftet und konnte nach seiner Freilassung nach Jordanien fliehen....

2014 kam er mit einem Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung nach Deutschland, gründete die arabischsprachige Zeitung ????? Abwab und begann, seine Erlebnisse in Form von Gedichten und Kurzgeschichten zu verarbeiten: Krieg, Tod, Gefangenschaft, Flucht, Heimat und Exil sind allgegenwärtig in seinen Texten – verpackt in wunderschöne, poetische Sprache und dabei hochemotional, ergreifend und schmerzhaft authentisch. Im Februar 2016 wurde Ramy Al Asheq von der Al-Qattan Stiftung in Ramallah mit einem Literaturpreis ausgezeichnet.

Al Asheq trägt seine beiden Texte „Niemand bemerkte deinen Tod“ und „Seit ich nicht gestorben bin“ in arabischer Sprache vor. Die deutsche Übersetzung liest die Journalistin und Übersetzerin Lilian Pithan.

Im Anschluss an die Lesung habt ihr Gelegenheit, mit dem Autor ins Gespräch zu kommen und eure Fragen an ihn loszuwerden.

Die Veranstaltung findet in arabischer und deutscher Sprache, in Kooperation mit dem Landesverband der syrischen Akademiker Rheinland-Pfalz Lsa-Rlp statt.

Eintritt auf Spendenbasis.